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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Christophorus in Wörth gehören.

Berg


Büchelberg


Hagenbach


Maximiliansau


Neuburg


Scheibenhardt


Wörth

„Wer singt, betet doppelt!“

Dieses Wort des Hl. Augustinus (+ 430) wird gerne bei Festansprachen für Kirchenchöre verwendet. Den Sängerinnen und Sängern spricht es sicher aus der Seele. Singen kann auch zum Gebet werden, dort, wo es von innen kommt.

Und da beim rechten Singen der ganze Mensch mitschwingt, in ihm das Lied mitklingt, er sozusagen der Resonanzkörper der gesungenen Botschaft ist, kann man durchaus dem Heiligen Augustinus zustimmen: Das ist doppelt gebetet.

Nicht nur mit Kopf, sondern mit dem ganzen Körper.

Also auch Singen kann eine Form des Gebetes sein, und durchaus eine sehr intensive.

 

Mir fällt dazu ein afrikanischer Priester ein, der uns vor kurzem in einer Arbeitsgruppe bei einer Fortbildung, in der es auch um Spiritualität ging, davon erzählte, dass er gerne oft ganz laut einfach vor sich her singen würde, um seinen Gefühlen Ausdruck zu geben. Aber er traut sich hier in Deutschland nicht. Da schauen die Leute komisch. Aber es täte ihm so gut.

Mir hilft das Singen auch. Gerade, wenn ich morgens meinen Spaziergang zum Rhein mache, stellen sich schnell am frühen Morgen die ersten Sorgen ein. Um meinen Kopf dann frei zu bekommen, singe ich auf dem Weg dann gerne – innerlich, denn auch ich würde mich nicht trauen, laut zu singen – ein Lied, das mich wieder zu besseren Gedanken führt. Und da ist das Herz auch dabei.

Wer gerne singt, kann also auch den Gesang zum Gebet werden lassen.

Das ist ja auch bereits ein wesentlicher Bestandteil unserer Liturgie.

Aber auch „für mich“ kann ich diese Form des Betens gut verwenden.

Ich kann in passenden Momenten in mir ein Lied erklingen lassen, das mir hilft.

Ich kann z.B. einen Kanon so oft wiederholen, bis ich glaube, dass er nun „in mir“ ist,

dass die Botschaft angekommen ist.

Ich kann aber auch zuerst einmal einen Liedtext betrachten, dessen Gedanken ergründen, um ihn so „tiefer“ singen zu können. Das Gotteslob ist eigentlich voll von Liedern mit einer heilsamen und tiefgründigen Botschaft. Nehmen sie es doch einmal mehr und betrachten sie ganz bewusst den Text eines Liedes, das sie anspricht. Und dann singen sie es.

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